Zur BDP-Website Studierende im BDP
Zur Startseite
Studierende im BDP
Kongress
  Programm
  Aktuelles
  Kontakt
Psychologiestudium
Mitgliedschaft im BDP
Newsletter
Praktikumsbörse
Psychologie für alle
Service / Kontakt

 

Anna StrohmPraktikantin im Glück

Unerwartete Erkenntnisse während des Praxissemesters in der Finanzpsychologie

ANNA STROHM studiert in Hamm Interkulturelle Wirtschaftspsychologie. Im Rahmen dessen gibt es ein Praxissemester, das sie für ein 4-monatiges Praktikum bei FCM-Coaching genutzt hat und dort in die Finanzpsychologie hineinschnuppern durfte. Wer beim „Be-in“-Kongress in Heidelberg noch auf der Suche nach einem Arbeitsfeld oder einem Praktikumsplatz ist, sollte das Seminar zur Finanzpsychologie auf keinen Fall verpassen, sagt sie im Interview.

Wie kam es zu dem Praktikum?

Im 5. Semester gibt es in meinem Studiengang ein Pflicht-Praxissemester für das man selbstständig eine Praxisstelle im In- oder Ausland suchen kann. Ich habe mich frühzeitig auf die Suche begeben. Auf der Webseite vom BDP mit der Praktikumsbörse bin ich dann auf FCM-Coaching und die Finanzpsychologie gestoßen. Diese Stellenanzeige war sehr besonders, sie hat mich total angesprochen, auch wegen der idealen Verbindung von Psychologie und Wirtschaft. Die Webseite der Firma tat den Rest; nach deren Betrachtung habe ich mich sofort beworben und wurde angenommen. Heute kann ich sagen: Es war ein Glücksgriff.

Das heißt, Ihre Erwartungen wurden erfüllt?

Ich wusste über Finanzpsychologie so gut wie nichts, kannte von der Uni nur ökonomische Psychologie bzw. Behavioral Economics. Insofern hatte ich keine sehr konkreten Erwartungen, sondern bin vor allem mit großer Neugier gestartet. Es gibt ein paar Schnittstellen mit meinem Studium, aber eigentlich sind es sehr verschiedene Dinge. Das war sehr bereichernd; ich habe in der Firma und speziell durch Monika Müller sehr viel über Geld und auch über mich gelernt.

Wie wurden Sie eingebunden in Projekte, konnten womöglich selbst ein Projekt oder Teile davon übernehmen, so dass am Ende auch ein interessanter Bericht für die Uni raussprang?

Monika Müller geht sehr strukturiert vor. Man wird an allen Projekten beteiligt, darf an allen Besprechungen teilnehmen; sie traut Praktikanten viel zu; jedenfalls war das mein Eindruck. Man bekommt sogar eigene kleine Projekte. So hatte ich z.B. Rechercheaufgaben im Zusammenhang mit einem neuen, für FCM interessanten Thema. Meine Ergebnisse habe ich dann vorgestellt, sie wurden diskutiert und auf ihre Anwendungsmöglichkeit bei laufenden Projekten geprüft. Ich musste auch verschiedene Studien lesen und sie für die Webseite oder die Xing-Gruppe aufbereiten. Auch eine Buchrezension durfte ich schreiben. Zu all den genannten Aufgaben gab es natürlich immer Gespräche, woraus insgesamt ein großer Lerneffekt erwuchs.

Was war für Sie das Sahnehäubchen des Praktikums?

Monika Müller bietet ja eine Finanzcoaching-Ausbildung an. Ich durfte an den Seminaren teilnehmen, einmal sogar einen Vortrag über die Gütekriterien von psychologischen Tests vorbereiten. Die Teilnehmer kamen ja zum großen Teil aus dem Finanzdienstleistungs-Sektor. Für sie waren ein paar psychologische Grundkenntnisse wichtig.

Würden Sie sagen, dass sich das Praktikum In der Finanzpsychologie hauptsächlich für angehende Wirtschaftspsychologen eignet?

Das dachte ich anfangs, musste es aber revidieren. Das Verhältnis zu Geld spielt doch in vielen Bereichen des Lebens eine Rolle, vom Taschengeld für Kinder angefangen, über getrennte oder gemeinsame Konten von Paaren und Scheidungen bis hin zu Menschen, die durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit in finanzielle Nöte geraten und womöglich suizidal werden. Insofern ist das Wissen um die Zusammenhänge im Grunde für jeden Psychologen und Psychotherapeuten wichtig.

Hat das Praktikum Ihre Zukunftspläne beeinflusst?

Ich habe eine klarere Vorstellung davon, wo es hingehen soll. Zudem hat mich Monika Müller auf den Master an der HS Bonn-Rhein-Sieg aufmerksam gemacht. Dort gibt es einen Schwerpunkt „Finanzpsychologie“. Das ist zumindest eine Option. Der Abschluss würde bei späteren Bewerbungen ein interessantes Alleinstellungsmerkmal sein, denke ich. Beeindruckt hat mich auch, wie das Unternehmerin-Sein zusammengehen kann mit dem Beruf der Psychologin. Aber das ist Zukunftsmusik; erstmal muss ich den Bachelor haben!